Overacting

Filmwissen - Filmlexikon

Unter Overacting (englisch für: „Überspielen“) bezeichnet man in der Schauspielkunst den übertriebenen Einsatz nonverbaler Ausdrucksmittel wie Gesten, Gebärden, Mimik und Miene.

Schlecht ausgebildete Schauspieler „überspielen“ eine Rolle meist unbeabsichtigt. Auch bei guten Schauspielern kommt unbeabsichtigtes Overacting gelegentlich vor, etwa unter dem Einfluss eines schlechten Regisseurs.

 

Als Schauspieltechnik kann Overacting auch zur Rollencharakterisierung eingesetzt werden. Üblich ist dies insbesondere bei exzentrischen und komischen Charakteren. Namhafte „Overactors“ sind z. B. Charles Chaplin, Jean Harlow, Mickey Rooney, Marilyn Monroe, Peter O’Toole, Jack Nicholson, Lily Tomlin, Steve Martin, Bette Midler, Roberto Benigni, Kathleen Turner, Jackie Chan, Eddie Murphy und Jim Carrey.

Da die Qualität einer Darstellung vom Publikum nicht einheitlich wahrgenommen wird, ist auch die Wahrnehmung eines übertriebenen Spiels bis zu einem gewissen Grade subjektiv. Die Bewertung der „Natürlichkeit“ einer schauspielerischen Leistung unterliegt darüber hinaus dem historischen Wandel, sodass bei Filmen der Stummfilmzeit andere Maßstäbe angelegt werden müssen als z. B. bei Gegenwartsfilmen. Im Film, wo Drehbuch und Regisseur die (virtuelle) Entfernung zwischen Schauspieler und Zuschauer durch die Einstellungsgröße beliebig festlegen, wird Overacting anders wahrgenommen als im Theatersaal, wo die Akteure auch für Zuschauer spielen, die in der letzten Reihe sitzen.

 


Der Beitrag zum Film "Goldfinger" auf cine-kult.de basiert auf dem Artikel Goldfinger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.