In 80 Tagen um die Welt (1956)

Kult-Filme von A bis Z - Abenteuerfilme

In 80 Tagen um die Welt ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1956, der unter der Regie von Michael Anderson entstand.

Der von Michael Todd produzierte Monumentalfilm basiert auf dem Roman Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne.

Handlung

1872: Der englische Gentleman Phileas Fogg ist ein scheinbar emotionsloser Mann, der seinen Tagesablauf nach festen Gewohnheiten streng nach der Uhr lebt.

Eines Tages wettet er mit einigen anderen Mitgliedern seines Londoner Clubs um viel Geld, dass er es schafft, in 80 Tagen um die Welt zu reisen.

Zusammen mit seinem neuen französischen Diener Passepartout bricht er unverzüglich zur Weltumrundung auf. Zu seinem Unglück findet gleichzeitig in London ein rätselhafter Bankraub statt. Die Polizei hält den nichtsahnenden Fogg aufgrund seiner schnellen Abreise und der von ihm mitgeführten, für die Reise benötigten enormen Bargeldmenge fälschlicherweise für den Räuber. Ein Polizeidetektiv heftet sich daraufhin an seine Fersen. Während ihrer Reise, die sie mit Hilfe von Heißluftballons, Eisenbahnen, Schiffen, Elefanten usw. durchführen, erleben Fogg und Passepartout allerhand phantastische Abenteuer. Viele Schwierigkeiten und Verzögerungen sind zu meistern, die ihren Zeitplan gefährden. In Indien gelingt es ihnen sogar, eine junge indische Prinzessin, die während einer religiösen Zeremonie geopfert werden soll, zu retten, und nehmen sie mit auf ihre weitere Reise. Der jungen Frau gelingt es, Fogg die Augen zu öffnen und die Unsinnigkeit seines bisherigen Lebenswandels zu erkennen, und er verliebt sich in sie.

 

Wieder in England eingetroffen - Fogg ist dicht dran, die Wette zu gewinnen - schnappt der Polizeibeamte zu und verhaftet Fogg. Zwar stellt sich dann schnell der Irrtum heraus, aber Fogg kehrt mit Passepartout einen Tag zu spät geschlagen in sein Haus in London zurück. Zusammen auch mit seiner jungen Inderin, die ihm auch zugetan ist, seine Frau werden und ihm helfen will, ein neues Leben zu beginnen. Immerhin ein Trost für ihn, da er seine Wette wohl verloren hat. Doch das stellt sich plötzlich als Irrtum heraus: bei der Reise durch die verschiedenen Zeitzonen überschritt er die Datumsgrenze in östlicher Richtung und "kürzte" so seine Reisedauer. Daher irrte Fogg sich bei seiner Reisetagebuchführung um einen ganzen Tag. Er ist also genau am Schlusstag in London eingetroffen. Hastig macht er sich auf zu seinem Club, um pünktlich zur festgesetzten Uhrzeit dort anzukommen. Der Weg ist wie üblich mit Hindernissen gepflastert, aber genau zum Gongschlag betritt er den Club und gewinnt glücklich die Wette.

Anmerkungen

Der Film wurde in dem von Michael Todd mitentwickelten Breitwandverfahren Todd-AO gedreht.

Kritik

  • Lexikon des internationalen Films: Eine spaßige und fesselnde Abenteuerschau in prachtvoller Ausstattung, mit zahlreichen Gaststars.

Auszeichnungen

Academy Awards 1957

  • Beste Kamera
  • Bester Schnitt
  • Beste Musik
  • Bester Film
  • Bestes adaptiertes Drehbuch
    • weitere Nominierungen:
    • Bestes Szenenbild
    • Bestes Kostümdesign
    • Beste Regie

Directors Guild of America Award 1957

  • Nominierung:
    • „Outstanding Directorial Achievement in Motion Pictures“

Golden Globe 1957

  • Bester Film - Drama
  • Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical
    • weitere Nominierung:
    • Beste Regie

National Board of Review Award 1956

  • Bester Film

New York Film Critics Circle Award 1956

  • Bester Film
  • Bestes Drehbuch


Writers Guild of America Award (Screen)

  • Bester Schreiber amerikanischer Komödie

Filmdaten

  • Deutscher Titel: In 80 Tagen um die Welt
  • Originaltitel: Around the World in Eighty Days
  • Produktionsland: USA
  • Erscheinungsjahr: 1956
  • Länge: 143 Minuten
  • Originalsprache: Englisch, Spanisch
  • Altersfreigabe: FSK 6
  • Regie: Michael Anderson, John Farrow
  • Drehbuch: James Poe, John Farrow, S. J. Perelman,
  • Romanvorlage: Jules Verne
  • Produktion: Kevin McClory, William Cameron Menzies, Michael Todd/United Artists
  • Musik: Victor Young
  • Kamera: Lionel Lindon
  • Schnitt: Howard Epstein, Gene Ruggiero, Paul Weatherwax
  • Besetzung
    • David Niven: Phileas Fogg
    • Cantinflas: Passepartout
    • Shirley MacLaine: Prinzessin Aouda
    • Robert Newton: Mr. Fix
  • Gaststars
    • Charles Boyer: Monsieur Gasse, Ballonfahrer
    • Joe E. Brown: Bahnhofsvorsteher, Nebraska
    • Martine Carol: Tourist, Paris
    • John Carradine: Col. Proctor Stamp, San Francisco
    • Charles Coburn: Angestellter, Hongkong
    • Ronald Colman: Bahnbediensteter, Indien
    • Melville Cooper: Steward
    • Noël Coward: Hesketh-Baggott
    • Finlay Currie: Partner
    • Reginald Denny: Polizeichef, Bombay
    • Andy Devine: Erster Maat, S.S. Henrietta
    • Marlene Dietrich: Bardame
    • Luis Miguel Domiguin: Stierkämpfer
    • Fernandel: französischer Kutscher
    • Walter Fitzgerald: Clubmitglied
    • Ava Gardner: Zuschauerin
    • John Gielgud: Mr. Foster, der Butler
    • Hermione Gielgud: Sportin´Lady
    • José Greco: Flamencotänzer
    • Sir Cedric Hardwicke: General Sir Francis Gromarty, Indien
    • Trevor Howard: Denis Fallentin
    • Glynis Johns: Begleiterin
    • Buster Keaton: Schaffner
    • Evelyn Keyes: Der Flirt
    • Beatrice Lillie: Erweckungspredigerin, London
    • Peter Lorre: Steward auf der "Carnatic"
    • Edmund Lowe: Ingenieur, SS. Henrietta
    • Col. Tim McCoy: Colonel, US-Kavallerie
    • Victor McLaglen: Steuermann, S.S. Henrietta
    • A. E. Matthews: Clubmitglied
    • Mike Mazurki: Gast in einer Bar, Hongkong
    • John Mills: Kutscher, London
    • Robert Morley: Ralph
    • Alan Mowbray: Konsul
    • Edward R. Murrow: Erzähler, Prolog
    • Jack Oakie: Kapitän, S.S. Henrietta
    • George Raft: Barbesitzer
    • Gilbert Roland: Achmed Abdullah
    • Cesar Romero: Bediensteter
    • Frank Sinatra: Barpianist
    • Red Skelton: Betrunkener, Barbary Coast Saloon
    • Ronald Squire: Reformclubmitglied
    • Basil Sydney: Reformclubmitglied
    • Richard Wattis: Inspector Hunter
    • Harcourt Williams: Hinshaw

 

 


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