Hatari
Kult-Filme von A bis Z - Abenteuerfilme
Hatari! ist ein Film von Howard Hawks, der am 20. Juni 1962 uraufgeführt wurde. Das Swahili-Wort „Hatari“ bedeutet auf Deutsch „Gefahr“.
Der Film spielt in Tansania auf der Farm Momella von Margarete Trappe. Die Momella Game Lodge gehörte Rolf Trappe und Jim Mallory. Später war auch Hardy Krüger Miteigentümer. Die Stadtszenen spielen in Arusha.
Hatari ist eine romantische Abenteuerkomödie vor der Szenerie einer grandiosen Landschaft in Ostafrika, wo Tierfänger ihrem Gewerbe nachgehen und Zebras, Gnus, Giraffen, Büffel, Leoparden, Elefanten und Nashörner für Zoologische Gärten einfangen.
Vor der Kulisse der wilden Landschaft Ostafrikas entwickelt sich eine doppelte Liebesgeschichte auf einer Großwild-Fangstation. Sean Mercer, der sich bereits einmal bei einer Frau „die Finger verbrannt hat“, stößt auf die Fotografin A. M. D'Alessandro alias Dallas, irrtümlich als männlicher Fotograf erwartet. Und Brandy wird gleich von drei Verehrern belagert: Rennfahrer Kurt Müller, Chips und dem letztlich erfolgreichen Pockets.
Humorvoll wird die Geschichte der Rivalitäten und der professionellen Zusammenarbeit erzählt, wobei die Entwicklung der Personen wichtiger ist als ein klassisch erzählendes Drehbuch.
Gemeinsam machen sie Jagd auf Zebras, Gnus, Elefanten (Dallas nimmt zunächst ein Junges in ihre Obhut und gewinnt zwei hinzu), Büffel, Leoparden, Affen und Nashörner. Letztere erweisen sich als eines der Leitmotive des Films, deren Gefährlichkeit immer wieder beschworen wird.
Kritik
Hatari! lebt von der Kameraführung inmitten der Tierwelt Afrikas und kommt ohne größere Spezialeffekte aus, nimmt statt dessen jede Figur mehr oder weniger dezent auf die Schippe. Die Musik von Henry Mancini tut ein übriges: bekannteste Themen sind der „Elephant Walk“ und der „Straußentanz“.
Für viele Zuschauer ist der Film immer wieder sehenswert, vielleicht auch weil er keine eigentliche Botschaft hat, sondern die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten in den Vordergrund stellt.
- Lexikon des internationalen Films: „Waghalsige Abenteuer beim Tierfang in Tanganjika. Howard Hawks inszenierte gekonnt, sympathisch und ohne Hang zu billiger Sensation. Die fotografisch hervorragenden Jagdszenen sind sehenswert.“
- Prisma Online: „Howard Hawks inszenierte eine gelungene Mixtur aus Action und Humor und schuf einen Abenteuer-Klassiker, der mit hervorragenden Jagdszenen und Landschaftsaufnahmen aufwartet. Typisch für Hawks ist auch das Thema um Männerrivalitäten, die allerdings hinter der Professionalität zurückstehen müssen. Insgesamt ist dies ein wunderbares Tierfang-Abenteuerspektakel: hervorragend fotografiert und sympathisch gespielt. Einfach beste Unterhaltung!“
Filmdaten
- Deutscher Titel: Hatari!
- Originaltitel: Hatari!
- Produktionsland: USA
- Erscheinungsjahr: 1962
- Länge: 157 Minuten
- Originalsprache: Englisch
- Altersfreigabe: FSK 12
- Regie: Howard Hawks
- Drehbuch: Leigh Brackett
- Produktion: Howard Hawks
- Musik: Henry Mancini
- Kamera: Russell Harlan
- Schnitt: Stuart Gilmore
- Besetzung
- John Wayne: Sean Mercer
- Hardy Krüger: Kurt Müller
- Elsa Martinelli: Anna Maria „Dallas“ D'Allessandro
- Red Buttons: „Pockets“
- Gérard Blain: Charles „Chips“ Maurey
- Bruce Cabot: Little Wolf („Der Indianer“)
- Michèle Girardon: Brandy de la Court
- Valentin de Vargas: Luis Francisco Garcia López
- Eduard Franz: Dr. Sanderson
Synchronisation (Deutsche Fassung)
Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1962 in den Ateliers der Berliner Synchron GmbH in Berlin
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Sean Mercer | John Wayne | Arnold Marquis |
| Anna Maria D'Allessandro | Elsa Martinelli | Agi Prandhoff |
| Kurt Müller | Hardy Krüger | Hardy Krüger |
| „Pockets“ | Red Buttons | Herbert Stass |
| Brandy de la Court | Michèle Girardon | Claudia Brodzinska |
| Little Wolf | Bruce Cabot | Fritz Tillmann |
| Charles Maurey | Gerald Blain | Jörg Cossardt |
| Luis Francisco Garcia López | Valentin de Vargas | Lothar Blumhagen |
| Dr. Sanderson | Eduard Franz | Curt Ackermann |
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