Der Pate

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Der Pate
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Der Pate ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo, der gemeinsam mit Coppola auch das Drehbuch verfasste. Der Spielfilm mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen war für insgesamt elf Oscars nominiert, von denen er drei gewann, und gilt als einer der besten Filme aller Zeiten.

Die Fortsetzungen Der Pate – Teil II und Der Pate III erzählen die Geschichte weiter.

Handlung

Don Vito Corleone, einer der mächtigsten Mafiabosse von New York City, richtet zur Hochzeit seiner Tochter Connie ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihn um verschiedene Gefälligkeiten bitten. So sucht ihn auch sein Patensohn, der Sänger Johnny Fontane auf, der sich auf dem absteigenden Ast befindet. Er bittet Vito, dafür zu sorgen, dass er eine Hauptrolle in einem Hollywoodfilm des Regisseurs Woltz bekommt. Tom Hagen, Vitos Rechtsanwalt, sorgt dafür, dass Woltz ihm die Rolle gibt, obwohl dieser Fontane zutiefst verabscheut. Hagen erreicht dies, indem er Woltz’ Lieblingspferd umbringen lässt. Als Woltz in der Nacht erwacht, findet er zu seinem Entsetzen den Kopf des Tieres als unmissverständliche Botschaft der Mafia blutüberströmt unter seiner Bettdecke.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Drogenhandel zu einem wichtigen Geschäftszweig der Mafia. Don Vito verweigert sich diesem seiner Meinung nach „schmutzigen“ Geschäft. Weil er sich weigert, mit den anderen Bossen, die in den Rauschgifthandel einsteigen wollen, seine exzellenten Kontakte zu Politik und Wirtschaft zu teilen, wird ein Mordanschlag auf ihn verübt. Die Killer des abgewiesenen Drogenhändlers Virgil „Der Türke“ Sollozzo schießen ihn auf offener Straße nieder. Vito überlebt schwer verletzt. Während der Don sich nur langsam erholt, startet sein ältester Sohn Sonny einen blutigen Rachefeldzug. Michael, Vitos jüngster Sohn, erschießt in letzter Konsequenz den Drogenhändler Sollozzo und den korrupten Polizeioffizier McCluskey und muss daraufhin nach Sizilien fliehen.

In der Stadt Corleone auf Sizilien lernt Michael eine junge Frau kennen und heiratet sie, obwohl zu Hause in New York seine Freundin Kay auf ihn wartet. Michaels Frau wird bald durch eine Autobombe, die eigentlich ihm selbst galt, getötet. Don Vito ist inzwischen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Die Corleones werden von einem Mitglied der Familie verraten: Vitos Sohn Sonny wird in Amerika in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Michael, für den der alte Don eine bürgerliche Laufbahn geplant hatte, kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte. Als Don Vito stirbt, holt Michael mit eiskalter Konsequenz zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus. Er lässt sämtliche Oberhäupter der konkurrierenden Mafia-Familien ermorden und verschont auch abtrünnig gewordene Mitglieder seiner eigenen Familie nicht.

Hintergrund

Unter dem Namen Don Vito war der sizilianische Mafiaboss Vito Cascio Ferro bekannt; Corleone ist einer der berüchtigsten Mafia-Orte Siziliens.

Das Vorbild des Attentats auf Don Vito ist die Ermordung von Francesco Scalice, Boss der Gambino-Familie, der am 17. Juni 1957 vor einem Obststand in der 2380 Arthur Avenue in New York City erschossen worden war.

Die Orange tritt, wie in den Fortsetzungen auch, als Bote des Todes auf. So rollen Orangen über die Straße, als Don Vito angeschossen wird und er hat ein Stück im Mund, als er dann endgültig im Garten an einem Herzinfarkt stirbt. Im ersten Teil waren diese Symbole noch unfreiwillig, während sie in den Fortsetzungen bewusst eingesetzt wurden.