Taxi Driver

Kult-Filme von A bis Z - Film noir

Taxi Driver ist ein Film von Martin Scorsese. Er schildert das Leben des einsam und isoliert lebenden Taxifahrers Travis Bickle in New York, der von der Gewalt und dem Schmutz der Stadt in den 1970er-Jahren immer mehr angewidert ist und sich immer weiter in seine Obsessionen hineinsteigert.

Der Film gewann mehrere Preise und wird auch 33 Jahre nach seinem Entstehen zu den wichtigsten amerikanischen Filmen gezählt.

Er machte die weibliche Hauptdarstellerin Jodie Foster zu einem bekannten Star.

Die Filmmusik komponierte Bernard Herrmann, der vor allem durch seine Arbeit mit Alfred Hitchcock (u. a. Psycho) bekannt wurde.

Die soziologische Horrorgeschichte liefert eine düstere Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft und New Yorks vor dem Hintergrund der Folgen des Vietnamkriegs und der wirtschaftlichen Rezession.

 

Handlung

Handlung

Der unter Schlaf- und Kontaktstörungen leidende 26-jährige Travis Bickle nimmt einen Job als Taxifahrer in New York an. Beim Bewerbungsgespräch gibt er an, bei den US Marines gewesen zu sein, also wohl im Vietnamkrieg. Er ist bereit, jederzeit, an jedem Ort zu arbeiten. Aufgrund seiner Schlafstörungen fährt er vorwiegend die unbeliebten Nachtschichten bis in die dunkelsten Ecken der Stadt. Seine Freizeit verbringt er in Pornokinos und indem er ziellos umherfährt.

Eines Tages steigt ein Mädchen bei ihm ein, offensichtlich eine kindhafte Prostituierte, die auf der Flucht vor ihrem Zuhälter ist. Dieser holt das Mädchen aus dem Wagen, bevor Travis davonfahren kann und gibt ihm einen Zwanziger als Entschädigung. Travis umwirbt die Wahlkampfhelferin Betsy, die für den Senator und designierten Präsidentschaftskandidaten Palantine arbeitet. Betsy willigt ein, mit Travis ins Kino zu gehen. Als er einen Pornofilm auswählt, verlässt sie empört das Kino und will nichts mehr von Travis wissen.

Travis hat herausgefunden, wer das Mädchen ist, das von ihrem Zuhälter hatte fliehen wollen. Es handelt sich um Iris. Die Zwölfjährige weckt den Beschützerinstinkt in ihm. Er will sie aus der Prostitution holen. Sie allerdings will von seinem Vorhaben nichts wissen: sie sei bei ihrem Fluchtversuch zugedröhnt gewesen, ihr Zuhälter – mit Spitznamen Sport – würde sie lieben und gut behandeln. Später wird in einer Szene gezeigt, wie infam Sport die Gefühle des Mädchens für sich ausnutzt.

Travis befördert nachts zwielichtige Gestalten, auch wird deutlich, dass sein Wagen als fahrendes Bordell missbraucht wird. Eine Szene zeigt einen eifersüchtigen Mann auf dem Rücksitz von Travis' Taxi, der ausführlich schildert, wie er seine fremdgehende Frau mit einer 44er Magnum zu töten beabsichtigt. Travis ist der Ansicht, dass sich zu viel „menschlicher Abschaum“ auf New Yorks Straßen herumtreibt, der beseitigt gehört. Diese Ansicht unterbreitet er auch Senator Palantine, den er, wie es der Zufall will, eines Abends durch die Stadt fährt. Travis erwirbt vier Pistolen auf dem Schwarzmarkt und beginnt zu trainieren. Abends kauft er in einem kleinen Markt ein und wird Zeuge eines Raubüberfalls. Travis schießt den Räuber nieder und wird, weil er keinen Waffenschein besitzt, vom Ladeninhaber fortgeschickt. Der Ladenbesitzer prügelt hinter ihm auf den schwerverletzten Räuber ein. Travis schreibt eine Grußkarte an seine Eltern, auf der er behauptet, in sensible Regierungsarbeit eingebunden zu sein und mit Betsy eine Beziehung zu haben. Er versucht bezüglich seiner verfahrenen Lebenssituation bei dem erfahrenen Taxifahrer Wizard Rat zu finden. Wizard, der keine Ahnung hat, was Travis eigentlich von ihm will, gibt belanglose Antworten. In seinem heruntergekommenen Zimmer spricht Travis mit imaginären Gegnern und hantiert mit seinen illegal erworbenen Waffen. Offensichtlich steigert er sich immer mehr in den Wahn hinein, die Straßen New Yorks zu säubern.

Im Militärlook und mit einem Irokesenschnitt taucht er auf einer Wahlkampfveranstaltung des Senators Palantine auf. Offensichtlich will er sich an diesem für das abweisende Verhalten seiner Wahlkampfhelferin Betsy rächen, wird aber von den Leibwächtern entdeckt und flieht. Nach diesem gescheiterten Anschlag sucht er sich eine neue Mission. Er fährt zu dem Stundenhotel, in dem die minderjährige Iris arbeitet. Vor dem Nachbarhaus schießt Travis dem Zuhälter Sport in den Unterleib, dann setzt er seinen Amoklauf im Hotel fort und zerschießt dem Türsteher die rechte Hand. Sport, inzwischen wieder auf den Beinen, erscheint mit einem Revolver im Hotel, feuert auf Travis und verletzt ihn am Hals. Travis kann seinerseits Sport niederschießen. Er feuert zwei weitere Kugeln auf den am Boden liegenden Zuhälter. Ein Freier stürmt aus Iris' Zimmer und schießt Travis in die Schulter, woraufhin dieser seine Waffe verliert. Travis ist bestens vorbereitet: Er trägt eine selbst gebaute Mechanik am rechten Arm, und eine weitere Pistole kommt zum Vorschein, mit der er den Freier tötet. Während des Gemetzels wird Travis immer wieder von dem Türsteher attackiert. Die beiden landen ringend in Iris' Zimmer. Travis zieht ein großes Messer hervor, das er zuvor mit Klebeband an einem Stiefel befestigt hatte. Er sticht die Klinge durch die verbliebene Hand des Türstehers. Obwohl Iris Travis anfleht, den Mann in Ruhe zu lassen, tötet er ihn mit einem Kopfschuss.

Travis ist schwer verletzt und versucht sich zu erschießen, doch die Waffe ist leer. Als die Polizei den Raum betritt, zeigt er mit seinem Zeigefinger auf seine Schläfe, wie um einen Suizid anzudeuten oder die Beamten aufzufordern, ihn zu töten. Die Kamera schwenkt nun von Travis weg und zeigt von hoch oben den blutigen Pfad, den er hinterlassen hat, schwenkt über Blutspritzer, tote Körper und die Treppe hinunter bis auf die Straße, wo sich Schaulustige und Polizisten drängeln.

In einer Sequenz werden Zeitungsartikel gezeigt, in denen Travis als Held gefeiert wird sowie ein Brief von Iris' Eltern (vorgelesen von einer Offstimme, wohl Iris' Vater), in dem sie ihre Dankbarkeit für die Rettung ihrer Tochter versichern. Zum Schluss steht Travis plaudernd mit seinen Taxifahrerkollegen zusammen. Er besitzt seine volle Haarpracht und die einzige erkennbare Folge der Schießerei ist eine Narbe am Hals. Betsy, die Wahlkampfhelferin, steigt in sein Taxi, und er fährt sie nach Hause. Da die Medien Travis als Held dargestellt haben, stellt Betsy ihm Fragen dazu. Er hingegen wirkt eher zurückhaltend und weigert sich sogar, das Fahrtgeld von ihr anzunehmen („Geschenkt!“). Grußlos fährt er davon. In einer letzten Einstellung vor dem Abspann blickt Travis irritiert in den Rückspiegel.

Trailer

Trailer Taxi Driver

Dim lights

Wissenswertes

  • „Die Kraft des Geistes auf dem falschen Weg“ sagte Martin Scorsese über die grundlegende Charaktereigenschaft der Hauptfigur Travis Bickle.
  • Die Drehbuchvorlage stammt von Paul Schrader und zeigt autobiografische Züge.
  • Robert De Niro als Method Actor verwendet für seine Rollengestaltung die Originalkleidung Schraders und fuhr als Vorbereitung mehrere Tage in New York selbst Taxi.
  • Der Regisseur Martin Scorsese tritt in einer Szene des Films als betrogener Ehemann auf dem Rücksitz des Taxis auf. In einer weiteren Szene ist er kurz als Passant vor dem Wahlkampfbüro Palantines zu sehen.
  • Die damals 13-jährige Jodie Foster musste aus Jugendschutzgründen in mehreren Szenen von ihrer älteren Schwester gedoubelt werden.
  • Der Film ist nach Hexenkessel die zweite Zusammenarbeit des Trios Martin Scorsese, Robert De Niro und Harvey Keitel.
  • Die Filmmusik ist die letzte Arbeit von Bernard Herrmann, der, nur einige Stunden nachdem er die Musikaufnahmen abgeschlossen hatte, verstarb.
  • 2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm diesen Film mit in die Liste auf.
  • Kultstatus hat die Szene, in der Robert De Niro alias Travis Bickle mit gezücktem Revolver vor einem Spiegel steht und sein vermeintliches Gegenüber, respektive sein Spiegelbild, mit den Worten „Redest du mit mir? Du laberst mich an?“ („You talkin' to me?“) zu einem Duell auffordert. In der vom American Film Institute ermittelten Hitliste der „100 besten Filmzitate aller Zeiten“ sind diese Worte auf Position 10 platziert. Darüber hinaus wurde diese Szene unzählige Male parodiert und adaptiert, beispielsweise von Vincent Cassel in Hass. Samples aus Travis’ Rede, in der er erklärt, den „Abschaum von der Straße waschen zu wollen“, wurden von der englischen Punkband The Clash in ihrem Song „Red Angel Dragnet“ auf ihrem 1982er Album Combat Rock verwendet. Zum Zeitpunkt des Albums trug Clash-Frontmann Joe Strummer einen Irokesenschnitt und Militärkleidung in Anlehnung an Travis’ Kleidungsstil im Film. Dergleichen Anspielungen finden sich viele.

 

Kritiken

„Wegen seiner moralischen Ambivalenz und der schockierenden Gewaltszenen löste der Film hitzige Diskussionen aus. Trotz zeitverhaftetem Kontext (Vietnamkrieg und Watergate-Affäre) ist Scorseses Großstadtalptraum zum zeitlosen Klassiker geworden.“
– N. Röndigs

„Scorsese zeigt mit seinem Taxi Driver, wie schmal der Grat zwischen Weltschmerz und Frustration einerseits und (selbst-)zerstörerischem Wahn andererseits ist; aber auch, dass ein ebenso schmaler Grat in der öffentlichen Wahrnehmung existiert, nämlich der zwischen Verbrechern und Helden…“
– E. Schmitz

„Travis in New York City, der Geburtsstätte des Punk, zeitgleich in der Mitte der Siebziger. Im New Yorker Club CBGB’s spielten die Ramones, als ‚Taxi Driver‘ gedreht wurde. Travis als erster Punk des Kinos? Erster Irokesenschnitt jedenfalls, und Durchdrehen, Rebellieren, ohne noch wirklich zu wissen, wogegen.“
– Andreas Thomas

„Mit kühler Eindringlichkeit und analytischer Präzision schildert der ungemein dichte Film die psychischen Deformationen seines Helden. Zugleich verdeutlicht er, daß der Ausbruch individueller Gewalt mit einem allgemeinen Klima latenter Brutalität und Abstumpfung korrespendiert [sic]. Ein Thriller, der intensive Wirklichkeitsbeobachtung mit den mythischen Qualitäten des traditionellen Genrefilms verbindet.“
– Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen

  • Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 1976.
  • Academy Award-Nominierung in der Kategorie „Bester Film“.
  • Academy Award-Nominierung in der Kategorie „Beste Musik“.
  • Academy Award-Nominierung in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ (Robert De Niro).
  • Academy Award-Nominierung in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ (Jodie Foster).

 

Filmdaten

  • Deutscher Titel: Taxi Driver
  • Originaltitel: Taxi Driver
  • Produktionsland: USA
  • Erscheinungsjahr: 1976
  • Länge: 114 Minuten
  • Oiginalsprache: Englisch
  • Altersfreigabe: FSK 16
  • Regie: Martin Scorsese
  • Drehbuch: Paul Schrader
  • Produktion: Michael Phillips, Julia Phillips
  • Musik: Bernard Herrmann
  • Kamera: Michael Chapman
  • Schnitt: Marcia Lucas
  • Besetzung
    • Robert De Niro: Travis Bickle
    • Peter Boyle: Wizard
    • Cybill Shepherd: Betsy
    • Jodie Foster: Iris
    • Harvey Keitel: Matthew „Sport“

DVD


 


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Handlung [Bearbeiten]

Tagsüber arbeitet der unscheinbare Kameramann Mark Lewis in einem Filmstudio. Seine Kollegen schätzen ihn und niemand ahnt, dass er als Kind von seinem Vater, einem Wissenschaftler für Psychiatrie, für Forschungszwecke missbraucht wurde. Regelmäßig weckte dieser seinen Sohn nachts auf und versetzte ihn in Angst und Schrecken. Mit Kamera und Tonband hielt er minutiös die Reaktionen fest. Ein Horror, der sich einprägte.

Nachts dreht Mark Lewis seine eigenen Filme. Er sucht Frauen (Prostituierte oder Statisten vom Dreh), denen er sich unter verschiedensten Vorwänden nähert, um sie zu filmen. Während die Kamera läuft, setzt er den wehrlosen Opfern ein Messer an den Hals und richtet das Objektiv auf ihr Gesicht. Er will nicht nur ihre Todesangst, sondern auch den entsetzten, letzten Blick ihrer Augen angesichts des Todes einfangen.

Ein Doppelleben: Erst bei seiner Nachbarin Helen, die mit ihrer blinden Mutter zusammenlebt, kann sich Mark langsam öffnen und positive Gefühle entwickeln.

Hintergrund [Bearbeiten]

„'Krankhaft, abwegig und peinlich geschmacklos“, so urteilte der Katholische Filmdienst bei der Erstaufführung. Das deutsche Kinopublikum wurde zum ersten Mal mit der Lust an Gewalt konfrontiert und protestierte heftig. Auch im Ausland waren die Kritiken vernichtend.

Michael Powell fand nach dem Skandal, den der Film auslöste, lange Zeit keine Geldgeber mehr für seine Projekte. Und auch die Karriere von Karlheinz Böhm erlitt einen Einbruch. Niemand, zumindest in Deutschland nicht, wollte den Traumprinzen von Sissi als „Peeping Tom“, als einen perversen Spanner und Frauenmörder sehen.

Heute zählt der Film zu Powells Meisterwerken. Gelobt werden das klare und logische Drehbuch von Leo Marks, die Beleuchtung, die Farbgestaltung und die detailverliebte Ausstattung.

Der Film hat heute international eine Länge von 9094 Fuß = 2772 Meter = 101'19 (24 B/Sek) bzw. 97'16 (25 B/Sek). Als er beim britischen Censor BBFC am 22. März 1960 erstmals vorgelegt wurde, waren es noch 9763 Fuß = 2976 Meter = 108'46 (24 B/Sek) bzw. 104'25 (25 B/Sek). Die BBFC gab den Film für ein X-Rating nur unter Schnittauflagen in der heute bekannten Länge frei. Die Differenz der BBFC-Erstvorlagefassung zur heutigen Fassung liegen im Unklaren. Der Mord an Milly (Pamela Green), soll in der ursprünglichen Fassung gezeigt worden sein, während die Szene in der heutigen Fassung des Films vor Ausführung des Mordes mit einer Abblende geschlossen wird.

Peeping Tom hatte am 7. April 1960 in London Premiere; am 16. Mai 1960 folgte der reguläre Kinostart. Die amerikanische Kino-Erstaufführung des Films fand erst mit über zwei Jahren Verspätung am 15. Mai 1962 statt. Der US-Verleih Astor Pictures Corporation titelte den Streifen um in FACE OF FEAR und THE PHOTOGRAPHER OF PANIC. Diese US-Fassungen waren mit nurmehr rund 86 Minuten (24 B/Sek) bzw. 82 Minuten (25 B/Sek) drastisch gekürzt.

Die deutsche Kinoverleihfassung musste 1960 auf Betreiben der FSK um zwei Szenen gekürzt werden. Eine davon war die Schlüsselszene, deren Fehlen den Sinngehalt des Films nicht nur grob verfälscht, sondern auch die Auflösung und die Motivation des Mörders komplett im Dunkeln belässt. Der deutsche Verleiher Rank legte den Film der FSK erstmals am 10. August 1960 in einer Länge von 2772 Metern = 101'19 (24 B/Sek) bzw. 97'15 (25 B/Sek) vor. Die FSK verhängte damals für die Freigabe ab 18 Jahren Schnittauflagen:

1) Entfernung der Einstellung gegen Ende des Films, vor der Ermordung des Fotomodells, in der das Mädchen auf dem Bett liegt und ihr nackter Busen zu sehen ist (7:1).

2) In der Schlussszene des Films, in der der Mörder das Mädchen Helen mit seinem Stativ bedroht, Entfernung einer Einstellung, in der in dem Zerrspiegel das Gesicht des Mädchens zu sehen ist mit dem auf sie zukommenden Dolch (7:1).

7:1 bedeutet hierbei, dass sieben Personen des Gremiums für die Schnitte stimmten, während eine Person jeweils gegen den Schnitt stimmte. Nach Kürzung hatte der Film nunmehr eine Länge von 2747 Metern = 100'24 (24 B/Sek) bzw. 96'23 (25 B/Sek). In dieser Form wurde er, nachdem fast fünf Monate seit der FSK-Erstvorlage verstrichen waren, endlich am 6. Januar 1961 von der FSK freigegeben und erlebte so am 17. Februar 1961 seine deutsche Uraufführung.

Es existieren mittlerweile zwei deutsche Sprachfassungen. Die deutsche Kino-Synchronisation wurde 1960 im Berliner Studio der J. Arthur Rank Film hergestellt. Das deutsche Dialogbuch stammt aus der Feder von Ursula Buschow, die deutsche Dialogregie führte Edgar Flatau, ein langjähriger Spezialist für die deutsche Synchronisation britischer Filme. Karlheinz Böhm synchronisierte sich in der Kinofassung selbst. Daneben gibt es eine 2006 veröffentlichte neusynchronisierte DVD. Die Erstellung der zweiten deutschen Fassung wurde vorgenommen, weil die erste Synchronisation - wie oben geschildert - um etliche Einstellungen gekürzt und teilweise sinnentstellend übersetzt war.

Kritiken [Bearbeiten]

„Doppelbödiger Thriller, der zu seiner Entstehungszeit einen Skandal auslöste und die Karrieren von Karlheinz Böhm und Regisseur Powell schlagartig beendete. Rückblickend gesehen ein erstaunlich moderner Film über den Zusammenhang von Schaulust, Todessehnsucht und sexueller Neurose.“

Lexikon des internationalen Films

Sonstiges [Bearbeiten]

Mike Patton hat die Band Peeping Tom nach diesem Film benannt.

Einige US Navy Staffeln nutzten ihre F-14 Tomcat (Kater) Abfangjäger zur Aufklärung über Feindgebiet. Als Gag wurde das Staffelabzeichen ein Kater mit Fotoapparat, der mit dem Titel „Peeping Tom“ in Szene gesetzt wurde.