Marilyn Monroe

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Marilyn MonroeMarilyn Monroe [ˈmæɹɪlɪn mənˈɹoʊ] (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 in Los Angeles; geboren als Norma Jeane Mortenson, getauft als Norma Jeane Baker, war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Filmproduzentin, Sängerin, und ein internationales Fotomodell.

Sie wird zu den archetypischen Sexsymbolen und Filmikonen des 20. Jahrhunderts gezählt.

Herkunft und Familie

Als Marilyn Monroe am 1. Juni 1926 im General Hospital, Los Angeles zur Welt kam, wurde auf ihrer Geburtsurkunde der Name Norma Jeane Mortenson eingetragen; im Dezember 1926 ließ ihre Großmutter Della Mae Monroe, geborene Hogan, sie auf den Namen Norma Jeane Baker taufen.

Norma Jeane wurde von der Pfingstlerin Aimee Semple McPherson getauft. Der Nachname Baker verweist auf den ersten Ehemann ihrer Mutter, John Baker. Bei dem Vornamen Norma dachte ihre Mutter an die Schauspielerin Norma Talmadge. In vielen Monroe-Biografien wird ihr zweiter Vorname irrtümlich ohne „e“ am Ende geschrieben.

Norma Jeane war ein ungewolltes Kind. Ihre Mutter war die Filmcutterin Gladys Pearl Mortenson, geborene Monroe. Ihr Vater war vermutlich Charles Stanley Gifford. Gifford arbeitete im Schnittstudio der RKO Pictures und war der Vorgesetzte von Gladys. 1925 hatte er eine Affäre mit ihr. Als er von der Schwangerschaft seiner Geliebten erfuhr, verließ er diese. Er bekannte sich nie zu seiner Tochter. Marilyn Monroe war Zeit ihres Lebens davon überzeugt, dass er ihr Vater war.

Gladys war bereits das zweite mal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit John Baker stammen zwei Halbgeschwister (ein Bruder und eine Schwester), die seit der Scheidung bei ihrem Vater lebten. 1924 heiratete Gladys den Missionar und Prediger Edward Mortenson. Mit Mortenson lebte Gladys nur 4 Monate zusammen, obwohl sie von ihm erst 1928 geschieden wurde.

Die berufstätige Gladys gab ihre Tochter für wenig Kostgeld zu fremden Nachbarn. Dort wurde das Kind übertrieben religiös erzogen. Als Norma Jeane sechs Jahre alt war, musste Gladys sie zu sich nehmen. Das kleine Mädchen kam nicht darüber hinweg, dass ein Nachbar ihren Hund erschossen hatte. Ende der 20er Jahre erschoss sich Norma Jeanes Großvater Otis Elmer Monroe aufgrund finanzieller Probleme, bedingt durch die währende Weltwirtschaftskrise. Wenige Zeit später bekam Gladys einen Nervenzusammenbruch und erkrankte wie schon ihre Mutter an ihren psychischen Beschwerden. Gladys litt an ihrer Lebenslüge. Einerseits sympathisierte sie mit den Pfingstlern und Lutheranern, andererseits führte sie privat ein promiskes Leben. Von da an wuchs Norma Jeane bei verschiedenen Pflegefamilien und entfernten Verwandten auf. 1934 bekam Norma Jeane einen Vormund. Es war die beste Freundin ihrer Mutter. Diese schickte das Kind 1935 für 22 Monate in das Waisenhaus von Los Angeles.

1942 wurde Norma Jeane durch ihren Vormund mit 16 Jahren verheiratet. Ihr Vormund hatte eine Familie gegründet und konnte bedingt durch einen Umzug von Los Angeles in den mittleren Westen nicht mehr für sie sorgen. Gesetzliche Bestimmungen mit Bezug auf die Volljährigkeit zwangen sie aufgrund ihrer frühen Heirat die Schule zu verlassen. Ein möglicher Schulabschluss wurde ihr dadurch verwehrt.

1944 arbeitete sie zunächst in einer Rüstungsfabrik. 1945 wurde sie als Fotomodell entdeckt. Sie posierte zunächst für eine Frontzeitung der U.S. Army und etablierte sich rasch zu einem beliebten Pin-up Girl. Noch im gleichen Jahr absolvierte sie eine Berufsausbildung zum Mannequin. 1946 erschien sie erstmals auf der Titelseite einer überregionalen Zeitschrift.

Karriere

1945–1949

Norma Jeane wurde 1945 von dem Armeefotografen David Conover an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik als Fotomodell entdeckt. Die ersten Fotos erschienen mit Hilfe des Majors Ronald Reagan Mitte 1945 im Magazin Yank der U.S. Army. Durch den Erfolg der Veröffentlichung ermutigt, bewarb sie sich erfolgreich bei einer Modelagentur in Hollywood und lernte dort, wie man sich vor der Kamera und auf dem Laufsteg bewegt. Sie ließ ihre brünetten Haare blondieren und nahm den Künstlernamen Marilyn Monroe an. Der Name ist eine Kombination aus dem Vornamen der Tänzerin Marilyn Miller und dem Geburtsnamen ihrer Mutter.

In den Jahren 1946 bis 1947 formte eine Zahnspange ihre Zähne des nachts zur Perfektion. Ihre Haarkrause wurde mit aufwendigen Verfahren regelmäßig geglättet. Zeitweise wurde ihr spitzer Haaransatz oberhalb der Stirn entfernt.

1946 erhielt Marilyn Monroe als Nachwuchsschauspielerin einen Einjahresvertrag von der 20th Century Fox und nahm Schauspielunterricht bei Natasha Lytess und Michael Tschechow. Ab 1947 war sie weltweit auf den Titelseiten zahlreicher Zeitschriften zu sehen. Sie spielte kleine Rollen in Filmen wie Dangerous Years oder Scudda Hoo! Scudda Hay!. Ihre Filmszenen in Scudda Hoo! Scudda Hay! wurden bis auf einen Satz herausgeschnitten. In dem Film Ich tanze in dein Herz sang Monroe ihre ersten Lieder und konnte beweisen, dass sie auch eine Gesangsstimme hatte. Im letzten Film der Marx Brothers, Die Marx-Brothers im Theater hatte sie neben Groucho Marx ihre erste bedeutende Nebenrolle. Er spielte einen Detektiv; ihre Rolle war die einer verführerischen Klientin.

1950–1954

Durch ihre wachsende Popularität bekam Marilyn Monroe 1950 mehrere Rollenangebote. Neben den B-Movies A Ticket to Tomahawk, Rollschuhfieber und Rechter Haken spielte sie auch kleinere Rollen in wichtigen Filmen. Dazu gehörte ihre hervorragende Darstellung der naiven Angela Phinlay in John Hustons Asphalt Dschungel. Sie spielte darin die Geliebte eines älteren, feinen Gangsters. In diesem Film erregte Monroe mit ihrem kindlichen Sexappeal beim Publikum Aufsehen. Zeitgleich wuchs ihr Bekanntheitsgrad mit Hilfe eines einflussreichen Hollywood-Agenten. Durch dessen Bemühungen erhielt sie eine Nebenrolle in dem mit sechs Oscars prämierten Film Alles über Eva. 1951 hatte Marilyn Monroe ihren einzigen Auftritt bei der Oscarverleihung. Sie überreichte den Ton-Oscar.

Im Oktober 1950 unterzeichnete sie einen Siebenjahresvertrag bei der 20th Century Fox. Marilyn Monroe konnte dadurch zum ersten Mal auf ein geregeltes Einkommen zurückgreifen, obwohl der Vertrag ein Knebelvertrag war, der mit Bezug auf das Starsystem Auflagen an Schauspieler hatte.

Anfangs erschien sie nicht in besseren Filmen. Ihre Leinwandpräsenz war aber bemerkenswert. Andere Filmstudios begannen um Marilyn Monroe zu werben. Sie wurde an die RKO Pictures ausgeliehen und spielte neben Barbara Stanwyck in Fritz Langs Milieustudie Vor dem neuen Tag.

Nach Beendigung der Dreharbeiten zum Film Vor dem neuen Tag provozierte Monroe einen weltweiten Sexskandal. Bereits 1949 hatte sie nackt für den Fotografen Tom Kelly posiert. Aber erst 1952 wurde eines der Aktfotos als Kalenderblatt veröffentlicht. Das Foto zeigt Monroe nackt auf rotem Samt. Sie begründete den Fauxpas mit der Bemerkung: „Ich musste meine Miete bezahlen!“ Auf die Frage eines Journalisten: „Hatten Sie wirklich nichts an?“ antwortete sie: „Ja! Das Radio!“ Mit ihrer schlagfertigen Antwort rettete sie ihre gerade begonnene Karriere. Der Kalender wurde ein finanzieller Erfolg. Sie selbst bekam 1949 nach der Fotositzung nur ein Honorar von 50 Dollar. Im Dezember 1953 erschien das Foto nochmals in der ersten Ausgabe des Playboy. Bis 1956 wurden Fotos aus der Sitzung auf verschiedenen Kalendern veröffentlicht.

Wieder bei der 20th Century Fox überzeugte sie in der dramatischen Rolle eines psychopathischen Kindermädchens in Versuchung auf 809 neben Richard Widmark. Weitere ernsthafte Rollenangebote blieben aus. Ihre Darstellung im Film beschränkte sich meist auf den Typ der naiven blonden Sexbombe. Es folgten Komödien wie Wir sind gar nicht verheiratet oder Liebling, ich werde jünger. Ihr komödiantisches Talent wurde neben ihrer Schönheit gelobt. Eine Blinddarmoperation machte Schlagzeilen und löste eine Welle von Fanbriefen aus. Zu dieser Zeit erhielt Monroe ihre ersten Auszeichnungen, wie den Photoplay Award, der sie als größten Publikumsliebling ehrte.

1953 spielte Marilyn Monroe an der Seite von Joseph Cotten in dem Film Noir Niagara unter der Regie von Henry Hathaway. Der Film war ein Meilenstein in ihrer Karriere und begründete endgültig ihren Status als Filmstar. Sie spielte hier überzeugend eine verführerische, gewissenlose Ehefrau, welche an ihren mörderischen Plänen tödlich scheitert.

Bereits 1952 erhielt Marilyn Monroe an ihrem Geburtstag die Rolle der diamantenliebenden und burlesken Lorelei Lee in dem Filmmusical Blondinen bevorzugt. Bei dem Film handelt es sich um eine Adaption nach dem gleichnamigen erfolgreichen Broadwaymusical. Unter der Regie von Howard Hawks begannen die Dreharbeiten unverzüglich nach Fertigstellung des Films Niagara. Ihre Filmpartnerin war Jane Russell. Sie singt in dem Film ihr bekanntes Lied Diamonds are a Girl's Best Friend.

Eine ähnliche Rolle, die der fehlsichtigen Pola, hatte sie 1953 unter der Regie von Jean Negulesco in der ersten Cinema Scope Filmproduktion Wie angelt man sich einen Millionär?. Marilyn Monroe war der Garant für das neue Filmverfahren der 20th Century Fox. Ihr attraktiver Körper wurde mit der Wirkung der anamorphotischen Linse verglichen. In dieser Filmkomödie spielte sie zusammen mit Lauren Bacall und Betty Grable. Betty Grable war einst das populärste Pin-up Girl der US-Soldaten. Nach diesem Film war es die Monroe. Im gleichen Jahr warb sie in der Fernsehshow von Jack Benny für den Film und dessen neuem Kinoerlebnis Cinemascope.

1954 kam der Film Fluß ohne Wiederkehr in die Kinos. Es ist der einzige klassische Western, in dem Marilyn Monroe eine Hauptrolle spielte. Ihr Filmpartner war Robert Mitchum. Regie führte der Regisseur Otto Preminger. Während der Dreharbeiten brach sich die Monroe ein Bein, was die Produktion des Films verzögerte. In vielen Szenen des Films sieht man sie daher nur mit verdeckten Beinen. Es kam zu Streitigkeiten mit Preminger. Er hatte in einem Interview gesagt: „Marilyn Monroe ist wie Lassie. Mit ihr muss man 14 mal die gleiche Szene drehen, bevor sie an der richtigen Stelle bellt.“

Im Dezember 1953 schloss Marilyn Monroe einen Vertrag mit den United Service Organizations. Bob Hope hatte ihr diesen vermittelt. Sie unterschrieb für eine Konzerttournee in das kriegsverwüstete Südkorea im Februar 1954. Dort sang sie vor den Soldaten der alliierten US-Streitkräfte. Die kurze Tournee war ein großer Erfolg. Aufgrund ihrer Bühnenkleidung und der eisigen Wetterlage erkrankte sie danach an einer Lungenentzündung.

Entgegengesetzt zu ihrem lückenhaften Siebenjahresvertrages bei der 20th Century Fox aus dem Jahre 1950 schloss sie 1953 einen Vertrag mit RCA Records. Dieser erlaubte ihr, Gesangsaufnahmen aus den Filmen Fluss ohne Wiederkehr und Rhythmus im Blut außerhalb des üblichen Soundtracks unter eigenem Namen auf Schellackplatte, Single und Ep international zu veröffentlichen. Unter dem RCA-Label wurden zwei weitere Lieder aufgenommen, welche erst 1972 auf LP erschienen.

Der 1954 entstandene Film Rhythmus im Blut ist eine Hommage an Irving Berlin und war die fünfte, farbige, großartige Filmproduktion, in der Marilyn Monroe mitspielte. Monroe spielt darin einen von sich selbst überzeugten Revuestar. Das musikalische Familienrührstück war in den USA ein großer Erfolg.

In den Jahren 1953 bis 1954 wurde Marilyn Monroe zum größten, finanziellen Erfolg der 20th Century Fox. Im Jahr 1955 zeichnete sich für sie eine kreative und berufliche Wende ab.

1955–1962

Seit 1953 führte die Monroe Auseinandersetzungen mit der 20th Century Fox. Sie bestand auf besseren Rollen. Mehrere Drehbücher hatte sie bereits abgelehnt. Dies führte 1954 zu einem Kompromiss. Für ihre Mitwirkung in dem Film Rhythmus im Blut wurde ihr die Hauptrolle in dem Film Das verflixte 7. Jahr unter der Regie von Billy Wilder zugesagt. Die Komödie lief bereits erfolgreich als Theaterstück am Broadway. Sie spielte darin Das Mädchen, das im Hochsommer ihre Unterwäsche in den Kühlschrank legt. 1955 begannen die Dreharbeiten. Dieser Film wurde einer ihrer größten Erfolge. Die Szene, in der ihr Kleid über einem New Yorker U-Bahn Schacht hochwirbelt, wurde legendär. In einer weiteren Szene des Films parodierte sie eine Femme fatale bis zur Lächerlichkeit. Nach Fertigstellung des Films trennte sie sich von ihrer langjährigen Schauspiellehrerin Natasha Lytess.

Im Dezember 1955 gründete Marilyn Monroe zusammen mit dem Fotografen Milton H. Greene ihre eigene Firma. Die Marilyn Monroe Productions Inc. wurde gesplittet; Monroe besaß 51% des Unternehmens, Greene 49%. Zu dieser Zeit war Marilyn Monroe neben Mary Pickford und Ida Lupino die dritte weibliche Vertragsschauspielerin aus Hollywood, welche eine eigene Produktionsgesellschaft gegründet hatte. Dies führte in Hollywood zu einem Skandal, zumal ihre Firma die 20th Century Fox wegen Vertragsbruchs verklagt hatte. Bezogen auf ihren Siebenjahresvertrag aus dem Jahre 1950 hatte die 20th Century Fox trotz mehrfacher Mahnungen die Monroe für ihre Arbeit in dem Film Das verflixte 7. Jahr nicht bezahlt. Es kam zu einem Vergleich. Marilyn Monroe erhielt nachträglich ihr Honorar. Der Siebenjahresvertrag wurde aufgelöst. Im gegenseitigen Einvernehmen sagten beide Parteien zu, nach Ausarbeitung einen neuen Vertrag zu schließen.

1956 zog Marilyn Monroe nach New York. Sie besuchte Kurse am Actors Studio und erlernte das Method Acting. Der Schauspiellehrer Lee Strasberg wurde zu ihrem Mentor. Strasbergs Ehefrau Paula beriet Monroe während der Dreharbeiten in den folgenden Filme. 1956 ließ sie ihren Namen von Norma Jeane Mortenson auf Marilyn Monroe gesetzlich ändern.

Wieder in Hollywood, erhielt sie viel Anerkennung für ihre Rolle als Saloonsängerin Cherie in Joshua Logans Film Bus Stop. Diesen Film hatte Monroe speziell nach ihren Wünschen vorbereitet, was von der Fox respektiert wurde. Sie suchte sich im Kostümfundus extra ein abgetragenes Kostüm, das wenig glamourös die ärmlichen Verhältnisse der Spelunke, in der ihre Rolle als Nachtclubsängerin spielt, darstellen sollte. Außerdem ließ sie sich sehr bleich schminken, um zu zeigen, dass Cherie nur nachts arbeitete und wenig Sonnenlicht abbekam. Monroe eignete sich eigens für diese Rolle einen Südstaatenakzent an.

In England drehte sie für ihre Firma neben Laurence Olivier die Romanze Der Prinz und die Tänzerin. Der Film ist das einzige Werk der Marilyn Monroe Productions Inc. in Zusammenarbeit mit Milton Greene. Monroe und Greene bewiesen dabei viel Mut, als sie mit Sir Laurence Olivier einen klassischen Schauspieler hinzuzogen. Es kam während den Dreharbeiten zu Spannungen zwischen Olivier und Monroe. Trotz einiger Auszeichnungen erreichte der Film nicht den erwarteten Erfolg in den USA.

1959 war sie in Billy Wilders Komödien-Klassiker Manche mögen’s heiß als Sugar, Sängerin eines Damenorchesters, neben Tony Curtis und Jack Lemmon zu sehen. Der Film erwies sich als der Kassenschlager des Jahres und ist bis heute eine erfolgreiche, weltbekannte Komödie.

Zu dieser Zeit wurde Monroes Privatleben durch persönliche Belastungen schwierig. Ein Alkohol- und Arzneimissbrauch, wohinter sich körperliche und psychische Probleme verbargen, wurde deutlich. Aufgrund von Konzentrationsschwächen konnte sie sich häufig an ihre Texte nicht mehr erinnern und erschien zeitweise Stunden verspätet am Drehort. Dies erschwerte die Dreharbeiten und erhöhte die Produktionskosten.

Um ihren Vertrag mit der 20th Century Fox zu erfüllen, spielte sie 1960 neben Yves Montand in George Cukors Machen wir’s in Liebe. Der Film wurde kein Erfolg.

Ihr letzter vollendeter Film war 1961 John Hustons Misfits – Nicht gesellschaftsfähig an der Seite von Clark Gable. Mit diesem Film kündigte sich ein lange ersehnter Wechsel ins Charakterfach an. Der Film wurde aufgrund seiner deprimierenden Stimmung in den USA ein Misserfolg und dort als europäischer Film bezeichnet, weil er ganz im Zeichen der Kritik am amerikanischen Freiheitstraum der Cowboys stand. Die Rolle der Roslyn, die sich nach mehr Respekt, Menschlichkeit und einem Sinn in ihrem Leben sehnt, wurde von Arthur Miller, der das Drehbuch zu Misfits geschrieben hatte, Monroe auf den Leib geschneidert. Monroe selbst fand die Rolle zu nah an ihre reale Person angelehnt.

In ihrem letzten, unvollendeten Film Something’s Got to Give sollte sie in seriöser, dem Zeitgeschmack entsprechend moderner Kleidung agieren, aber wieder in einer leichten Komödie mitspielen. Die Dreharbeiten zogen sich endlos hin, da sie krankheitsbedingt kaum mehr am Set erschien. Vor Beginn der Dreharbeiten flog Marilyn Monroe nach New York, um mit Lee Strasberg im Actors Studio an der Rolle zu arbeiten. Als am 23. April 1962 der erste Drehtag war, meldete sie sich bei Produzent Weinstein krank. Sie hatte sich bei ihrer Reise nach New York eine Virusinfektion zugezogen. Insgesamt erschien Monroe nur an 17 von 30 Drehtagen. Durch ihr krankheitsbedingtes Fehlen wurden die Drehkosten immens erhöht, was für die Fox-Studios sehr belastend war, weil zusätzlich die Kosten der Dreharbeiten zu Cleopatra in ein Desaster ausarteten. Noch während dieser Dreharbeiten hatte Monroe ihren letzten öffentlichen Auftritt bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Square Garden, als sie in einem hautfarbenen, von Jean Louis entworfenen Kleid und mit Hermelinstola „Happy Birthday, Mr. President“ sang. Dieser Auftritt geschah gegen den Willen der Fox-Studios und führte letztendlich dazu, dass Monroe entlassen wurde, weil sie krank geschrieben war und dennoch zur Präsidentengala nach New York flog. Später sollte nach Verhandlungen mit den Studios die Arbeit an Something’s Got to Give wieder aufgenommen werden, der Film konnte aber nicht zu Ende gedreht werden, weil Monroe vorher verstarb.

The Last Sitting

Einen ihrer letzten großen Auftritte auf Filmmaterial, der in die Geschichte der Fotografie eingehen sollte, hatte Monroe in Bert Sterns Serie „The Last Sitting”, die er mit der Schauspielerin kurz vor ihrem Tod 1962 allein in einem Hotelzimmer machte. In dem dreitägigen Fotoshooting für die amerikanische Vogue zeigte sich die Schauspielerin entspannt und ausgiebig der Kamera. Einige der besten Aufnahmen gelangen Stern nach eigenen Angaben, nachdem Monroe bereits betrunken war. Einige Kontaktabzüge, die sie unvorteilhaft wirken ließen, zensierte oder vernichtete sie allerdings, indem sie die Dias mit Nagellack mit einem „X“ zensierte oder mit Haarnadeln zerkratzte. Stern verwendete später auch die von Monroe zensierten Aufnahmen in seinem Buch. In manchen Biografien wurde das Buch als Schwanengesang der Marilyn Monroe bezeichnet. Nach „The Last Sitting“ machte Monroe allerdings noch weitere Fotoshootings, so dass Bert Sterns Buchtitel lediglich zur Legendenbildung beitrug. Es bleibt aber trotzdem die am umfangreichsten dokumentierte Fotosession mit ihr, weil Stern das gesamte Material veröffentlichte.

Privatleben

Die erste Ehe mit James Dougherty dauerte von 1942 bis 1946. Am 19. Juni 1942 heirateten die 16-jährige Norma Jeane und der fünf Jahre ältere Nachbarssohn James Dougherty. Kurz nach der Hochzeit wurde Dougherty eingezogen und ging für die Handelsmarine auf Reisen. Währenddessen wurde Marilyn Monroe von dem Armeefotografen David Conover als Model entdeckt und startete damit ihre Karriere. Am 13. September 1946 ließ sie sich von Dougherty scheiden.

Die Ehe mit Baseballstar Joe DiMaggio wurde am 14. Januar 1954 geschlossen und dauerte nur 9 Monate. 1952 traf ihn Marilyn Monroe durch ein arrangiertes Blind Date. Monroe sagte später, sie habe ihn gar nicht treffen wollen. Sie stellte sich vor, er würde grellbunte Krawatten tragen und habe Muskeln wie ein Bodybuilder. Die Ehe wurde von der Öffentlichkeit und Klatschpresse intensiv verfolgt. DiMaggio, der sich aus dem aktiven Baseball-Sport zurückgezogen hatte, wünschte sich eine häusliche Ehefrau, während Monroe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war. Wenn seine Frau ihm schilderte, wie sie wieder einmal bewundert worden sei, antwortete DiMaggio stets bitter, dass er sich gut an dieses Gefühl erinnere. Er konnte es wohl nicht ertragen, dass seine Karriere zu Ende war und seine Ehefrau so viel Bewunderung erhielt. Die Ehe war zwar liebevoll, litt aber auch durch den Altersunterschied, DiMaggios Eifersucht und Monroes Verhalten gegenüber Männern. Er verbrachte viel Zeit vor dem Fernseher und wollte nicht, dass Marilyn Monroe aufreizende Kleider trug. Bei der berühmten Szene während der Dreharbeiten zu Das verflixte 7. Jahr in New York, in der Marilyns Rock vor hunderten von Zuschauern hochgeblasen wird, hatte DiMaggio nach Aussage des Regisseurs Billy Wilder einen Todesblick. Laut DiMaggio-Biograf Ben Cremer soll auch Gewalt in der Ehe vorgekommen sein. Die Ehe wurde am 31. Oktober 1954 geschieden.

In den 1960er Jahren hatten beide wieder freundschaftlichen Kontakt. Nach Monroes Einweisung in eine Nervenklinik veranlasste DiMaggio ihre Verlegung. Es kamen Gerüchte auf, dass beide erneut heiraten wollten. DiMaggio kümmerte sich auch um die Organisation ihrer Beerdigung und veranlasste, dass 20 Jahre lang wöchentlich eine rote Rose an ihr Grab gebracht wurde.

Am 29. Juni 1956 heirateten Marilyn Monroe und der bekannte Dramatiker Arthur Miller. Monroe trat für ihn zum jüdischen Glauben über. Die Ehe dauerte bis 1961. Sie lernten sich 1951 während der Dreharbeiten zu den Film As Young as You Feel durch Elia Kazan kennen. In Miller sah sie einen Beschützer und Vaterersatz. Sie hatte endlich eine Familie und kümmerte sich um Millers Kinder aus erster Ehe. Beide waren glücklich, denn Miller liebte Monroe um ihrer selbst willen und vermittelte ihr Geborgenheit und Anerkennung. Sie wünschten sich Kinder; Monroe konnte sich vorstellen, für ihn ganz Hausfrau zu sein. Monroe verbrachte zwar viel Zeit mit der Familie ihres Ehemannes, musste aber auch auf Promotion-Tour für Manche mögen’s heiß. Miller wurde als Kommunisten-Sympathisant diffamiert; Marilyn Monroe setzte sich für ihn ein. Die Ehe wurde jedoch überschattet durch zwei Fehlgeburten aufgrund von Monroes Endometriose und ihrer anhaltenden psychischen Probleme. Er schaffte es nicht, sie von ihrer Tablettensucht zu befreien. Miller schrieb eigens für sie das Drehbuch zu Misfits – Nicht gesellschaftsfähig; die Dreharbeiten markierten das Ende ihrer Ehe, und es kam zu zahlreichen Streitigkeiten am Set. Am 20. Januar 1961 ließ sich das Paar scheiden. Monroe hatte unter anderem Notizen von Miller entdeckt, in denen er sie als unberechenbare, hilflose Kindfrau bezeichnete, für die er nur Mitleid empfinde.

Probleme mit Image und Realität

Die Kunstfigur Marilyn Monroe bzw. „MM” wurde bereits in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer Legende. Der Unterschied zwischen Marilyn Monroe, besser gesagt Norma Jeane mit brünetten Locken und auffallend natürlicher Schönheit in früher Jugend und dem vollendeten blonden Sexsymbol wurde ab 1952 deutlich. Ihr einstudiertes Image inklusive Make-up, Mimik, Stimme und Gang ist bis heute für sie kennzeichnend.

Marilyn Monroe betrachtete sich selbst als engagierte Schauspielerin, welche tragende und anspruchsvolle Rollen spielen wollte. Sie hasste die Reduzierung ihrer Person auf das „dumme Sexsymbol”. Ab Mitte der 1950er Jahre bemühte sie sich um ernsthafte Rollen. Aufgrund ihres Images hatte sie Probleme mit dem Altern. Sie war während ihrer letzten sieben Lebensjahre kontinuierlich in ärztlicher und psychoanalytischer Behandlung. 1962 sah sie ihren Psychoanalytiker zweimal täglich. Ihre manische Depression und die daraus resultierenden Selbstzweifel versuchte sie gegen Ende ihres Lebens vermehrt mit Psychopharmaka und Alkohol zu ertragen. In modernen Fachkreisen gilt Marilyn Monroe heute als Opfer der Psychoanalyse.

Tod

Marilyn Monroe starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 im Alter von 36 Jahren in ihrem Bett in der 12305 Fifth Helena Drive, Brentwood, Los Angeles. Sie starb an einer Überdosis des Barbiturats Nembutal in Verbindung mit dem Schlafmittel Chloralhydrat. In ihrer Sterbeurkunde steht „wahrscheinlich Suizid“. Die tödliche Medikamentenvergiftung wurde durch eine richterlich angeordnete Autopsie am 5. August 1962 festgestellt.

Sie wurde am 8. August in einem Bronzesarg in den Corridor of Memories im Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles beigesetzt. Die Bestattung wurde von ihrem Ex-Ehemann Joe DiMaggio, ihrer Halbschwester Berniece Inez Miracle, geborene Baker, und ihrer Privatsekretärin organisiert. Die Trauerrede hielt Lee Strasberg. Die Predigt nach Psalm 23 sprach A. J. Soldan, Reverend der Village Church von Westwood. Die freikirchliche Trauerfeier fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Verschwörungstheorien

Ebenso wie bei vielen Prominenten, die jung starben, ranken sich auch um Marilyn Monroes Tod zahlreiche Legenden. Die am weitesten verbreitete, aber bis heute nicht belegbare Verschwörungstheorie zu ihrem Tod besagt, dass John F. Kennedy sie durch die CIA habe ermorden lassen, da seine Affäre mit der Schauspielerin eine Gefahr für sein Amt gewesen sei. Jedoch finden sich zu der angeblichen Affäre Monroes mit Präsident Kennedy keine genauen Erkenntnisse. Monroe äußerte sich in Interviews nie über eine Affäre. Auch Mitschriften von Tonbändern, die Monroe wenige Tage vor ihrem Tod für ihren Psychoanalytiker Ralph Greenson besprochen haben soll und die nach ihrem Tod in der Los Angeles Times veröffentlicht wurden, geben keine Auskünfte über ein gemeinsames Verhältnis. Jedoch sollen laut der Haushälterin Eunice Murray und Freundin Pat Newcomb vor dem Auftritt auf der Geburtstagsfeier zahlreiche Telefonate zwischen Monroe und Kennedy stattgefunden haben. Ebenso soll sich Monroe über eine Nacht mit dem Präsidenten geäußert haben, was aber nicht bewiesen werden kann. Jackie Kennedy wollte, als sie erfuhr, dass Monroe auf der Party ihres Mannes auftreten werde, den Feierlichkeiten nicht beiwohnen. Angeblich bestand auch zwischen Justizminister Robert Kennedy und Monroe ein Verhältnis. Die beiden hatten sich durch Peter Lawford, den Schwager der Kennedys und Marilyn Monroes Freund, kennengelernt.

Sicher ist, dass John F. Kennedys Bruder Robert zusammen mit seinem Schwager Peter Lawford die Schauspielerin am Tag davor und in der Nacht ihres Todes unter ungeklärten Umständen aufgesucht hat. Überdies sind in der Todesnacht unzählige ausgegangene Telefonate aus Monroes Haus belegt. Die These, dass die Kennedys Monroes Tod verursacht hätten, wurde erst 1986 in einer BBC-Dokumentation aufgestellt.

Von Donald Spoto stammt eine Behauptung, Monroes Tod sei infolge eines groben ärztlichen Kunstfehlers eingetreten. Demnach habe ihr Psychiater Dr. Ralph Greenson ein Klistier mit Chloralhydrat gegen ihre Schlafstörungen verabreicht, obgleich sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Barbiturat genommen hatte, das ihr ein Arzt namens Dr. Hyman Engelberg verschrieben hatte. Engelberg war ursprünglich von Greenson selbst beauftragt worden, Monroes Medikation zu übernehmen. An jenem Abend des 4. August gab Greenson, ohne vorher Rücksprache mit Engelberg zu halten, Marilyn das besagte Klistier mit Chloralhydrat, das mit dem von ihr zuvor eingenommenen Barbiturat einen tödlichen Cocktail bildete. Laut Obduktionsberichten des Pathologen Thomas Noguchi starb Marilyn Monroe an einem Barbiturat, und er vermutete ebenfalls Chloralhydrat. In ihrem Magen wurden allerdings keine unaufgelösten Kapseln gefunden, die bei oraler Aufnahme hätten vorhanden sein müssen. Es ist aber bekannt, dass sie die Kapseln aufbrach und das in ihnen enthaltene Pulver in Wasser auflöste, um eine schnellere Wirkung zu erzielen. Tatsache ist, dass bei der Obduktion eine violette Verfärbung des Dickdarms auffiel - dies spricht für eine Verabreichung der tödlichen Dosis durch einen Einlauf. Auch sind heute keine der damals eingelagerten Gewebeproben mehr erhalten, so dass die Todesursache von Marilyn Monroe nicht mehr zweifelsfrei geklärt werden kann.

Die neuesten Erkenntnisse nach den Aussagen John Miners, der bei der Obduktion Monroes zugegen war, stellen allerdings einen anderen Zusammenhang zwischen dem Barbiturat Nembutal und dem Chloralhydrat her. Nembutal war in hoher Konzentration im Körper vorzufinden. Einer oralen Einnahme (Selbsttötung) widerspricht die Tatsache, dass eine so hohe Dosis sofort tödlich gewesen wäre. Die Leberwerte sprechen aber dafür, dass die Substanz vom Körper langsam aufgenommen wurde und in der Leber abgebaut werden sollte. Da eine Tabletteneinnahme mangels Spuren im Magen und auch eine Injektion auszuschließen sind, muss Marilyn Monroe das Nembutal über einen Einlauf verabreicht bekommen haben. Das Chloralhydrat, mutmaßlich oral in einem Drink mit einem um 22 Uhr eintreffenden unbekannten Besucher aufgenommen, könnte als Betäubungsmittel gedient haben. Hierdurch wird die Theorie der Tötung untermauert.

Nachlass

Die Persönlichkeitsrechte von Marilyn Monroe besitzt heute die 1999 gegründete Firma Marilyn Monroe LLC. Eine beauftragte Agentur verwaltet das Copyright mit Bezug auf das Image der Schauspielerin. Darunter fallen ihr Aussehen, ihr Name, ihre Signatur und ihre Stimme. Das Copyright für Fotos, Lieder und Filme gehört nicht dazu. Die Agentur vermarktet Monroe z. B. in der Werbung und Modebranche oder für allgemeine Produkte wie z. B. Modeschmuck, Puppen, Kalender, Poster, Postkarten, Bettwäsche, Aschenbecher und Toilettendeckel. Mit Bezug auf die Pressefreiheit und die Bildende Kunst haben ihre verbliebenen Persönlichkeitsrechte keine rechtliche Bedeutung.

Diese Sachlage entstand durch das zum Teil ungeschickte Testament von Monroe aus dem Jahre 1961. Im Jahr 1962 war vorgesehen, das Testament zu ändern, da sich Monroe von ihrer ehemaligen Psychoanalytikerin getrennt hatte. Marilyn Monroe hatte die Ärztin im Testament bedacht. Die Marilyn Monroe LLC gehört zu 100 % der dritten Ehefrau von Lee Strasberg. Ihm war nach Abzug der gesamte Privatbesitz und noch bestehende geschäftliche Anteile durch das Testament zugesprochen worden. Dies geschah erst nach dem Tod von Monroes Mutter am 11. März 1984. Lee Strasberg war aber bereits am 17. Februar 1982 verstorben. So wurde das restliche Vermögen komplett der jungen Witwe zugeschrieben, da Lee Strasberg seine restliche Familie enterbt hatte.

Die Firma Marilyn Monroe LLC ist umstritten. Seit 1999 wurde sie mehrfach verklagt. Die Klagen werden durch Vergleiche befriedet. Verschiedene Gesetzgebungen in den Staaten der USA verhindern eine allgemein gültige juristische Grundlage. Auch wenn die Firma zusätzlich in verschiedenen Ländern eingetragen ist, gibt es für den internationalen Markt keine rechtliche Verbindlichkeit.

Die Marilyn Monroe LLC erwirtschaftet derzeit einen Jahresumsatz von ca. 2,5 Millionen Dollar.

Filmografie

Film

Jahr Titel Originaltitel Rolle Regisseur
1947 (kein deutscher Titel) The Shocking Miss Pilgrim Telefonistin (Statistenrolle) George Seaton
1947 (kein deutscher Titel) Dangerous Years Evie Arthur Pierson
1948 (kein deutscher Titel) You Were Meant for Me Statistenrolle Lloyd Bacon
1948 (kein deutscher Titel) Scudda Hoo! Scudda Hay! Mädchen vor der Kirche F. Hugh Herbert
1948 (kein deutscher Titel) Green Grass of Wyoming Tänzerin (Statistenrolle) Louis King
1948 Ich tanze in dein Herz (Fernsehfassung) Ladies of the Chorus Peggy Martin Phil Karlson
1949 Die Marx-Brothers im Theater Love Happy Grunions Klientin David Miller
1950 (kein deutscher Titel) A Ticket to Tomahawk Clara Richard Sale
1950 Asphalt-Dschungel The Asphalt Jungle Angela Phinlay John Huston
1950 Der einsame Champion (Fernsehfassung) Right Cross Dusky Ledoux John Sturges
1950 Rollschuhfieber (Fernsehfassung) The Fireball Polly Tay Garnett
1950 Alles über Eva All About Eve Miss Casswell Joseph L. Mankiewicz
1951 (kein deutscher Titel) Hometown Story Iris Martin Arthur Pierson
1951 (kein deutscher Titel) As Young as You Feel Harriet Harmon Jones
1951 (kein deutscher Titel) Love Nest Roberta 'Bobbie' Stevens Joseph Newman
1951 (kein deutscher Titel) Let's Make it Legal Joyce Mannering Richard Sale
1952 Versuchung auf 809 Don't Bother to Knock Nell Forbes Roy Baker
1952 Vor dem neuen Tag Clash by Night Peggy Fritz Lang
1952 Wir sind gar nicht verheiratet We're Not Married! Annabel Jones Norris Edmund Goulding
1952 Liebling, ich werde jünger Monkey Business Miss Lois Laurel Howard Hawks
1952 Vier Perlen (Fernsehfassung: Fünf Perlen), 1. Episode: Der Vagabund und die Gerechtigkeit O. Henry's Full House Das Straßenmädchen Henry Koster
1953 Niagara Niagara Rose Loomis Henry Hathaway
1953 Blondinen bevorzugt Gentlemen Prefer Blondes Lorelei Lee Howard Hawks
1953 Wie angelt man sich einen Millionär? How to Marry a Millionaire Pola Debevoise Jean Negulesco
1954 Fluß ohne Wiederkehr River of No Return Kay Weston Otto Preminger
1954 Rhythmus im Blut There's No Business Like Show Business Vicky Hoffman/Vicky Parker Walter Lang
1955 Das verflixte 7. Jahr The Seven Year Itch Das Mädchen Billy Wilder
1956 Bus Stop Bus Stop Cherie Joshua Logan
1957 Der Prinz und die Tänzerin The Prince and the Showgirl Elsie Marina Laurence Olivier
1959 Manche mögen’s heiß Some Like it Hot Sugar Kane Kowalczyk Billy Wilder
1960 Machen wir's in Liebe Let's Make Love Amanda Dell George Cukor
1961 Misfits – Nicht gesellschaftsfähig The Misfits Roslyn Taber John Huston
1962 (kein deutscher Titel) Something's Got to Give Ellen Wagstaff Arden George Cukor

 

Marilyn Monroes reguläre deutsche Synchronstimme ist Margot Leonard.

Marilyn Monroe bewunderte die Schauspielerinnen Eleonora Duse und Anna Magnani.

 

Fernsehen

Jahr Titel Genre
1953 The Jack Benny Show
Episode Nr. 4.1: Honolulu Trip
Comedy-Serie
1955 Person to Person
Episode Nr. 2.32
Talkshow
1962 President Kennedy's Birthday Salute Show - Nicht ausgestrahlte private Fernsehaufzeichnung der Familie Kennedy

 

Auszeichnungen

  • 1951 Henrietta-Award für die vielversprechendste Persönlichkeit des Jahres
  • 1952 Photoplay Award: Spezial Award
  • 1952 Look Magazine: Persönlichkeit des Jahres 1952
  • 1953 Golden Globe Henrietta Award: World Film Favorite Female
  • 1953 Photoplay Award für den am schnellsten aufsteigenden Star von 1952
  • 1953 Redbook-Preis für die beste junge Kassenerfolg-Persönlichkeit
  • 1954 Photoplay Award für die beste Schauspielerin in Blondinen bevorzugt und Wie angelt man sich einen Millionär?
  • 1956 BAFTA Film Award Nominierung für die beste ausländische Schauspielerin in Das verflixte 7. Jahr
  • 1956 Golden Globe Nominierung für die Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Bus Stop
  • 1958 BAFTA Film Award Nominierung für die beste ausländische Schauspielerin in Der Prinz und die Tänzerin
  • 1958 David di Donatello (Italien) für die beste ausländische Schauspielerin in Der Prinz und die Tänzerin
  • 1959 Étoile de Cristal (Frankreich) für Der Prinz und die Tänzerin
  • 1960 Golden Globe Award in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Manche mögen’s heiß
  • 1962 Golden Globe Award als beliebteste Schauspielerin der Welt

Diskografie

In vielen ihrer Filme trat Marilyn Monroe auch als Sängerin auf. Ihre bekanntesten Lieder sind Diamonds are a Girl's Best Friend und I Wanna be Loved by You. Aber auch bei mehreren Auftritten, wie z. B. bei der Geburtstagsfeier von John F. Kennedy, zeigte sie, dass ihr Gesang durchaus vor Publikum bestehen konnte. Monroe nahm einige ihrer Lieder auch für Schallplatten auf, sie agierte aber nie als professionelle Sängerin.

Nachfolgend sind die Lieder von Marilyn Monroe aufgelistet, die sie in ihren Filmen oder bei Live-Auftritten gesungen hat:

Jahr Film/Auftritt Lieder
1947 Ich tanze in dein Herz Anyone Can See I Love You und Every Baby Needs a Da-Da-Daddy
1950 A Ticket to Tomahawk im Chor Oh! What a Forward Young Man You Are
1953 Niagara Kiss
1953 Blondinen bevorzugt Diamonds Are a Girl's Best Friend, Bye Bye Baby, im Duett mit Jane Russell Two Little Girls from Little Rock und When Love Goes Wrong
1953 Fernseh-Comedy-Serie The Jack Benny Show, Episode Nr. 4.1: Honolulu Trip Bye Bye Baby
1954 Tournee für die GI-Truppenbetreuung der USO in Süd-Korea Kiss, Do it Again, Diamonds Are a Girl's Best Friend und Bye Bye Baby
1954 Fluß ohne Wiederkehr Down in the Meadow, I'm Gonna File My Claim, One Silver Dollar und River of No Return
1954 Rhythmus im Blut Heat Wave, Lazy, After You Get What You Want You Don't Want It, im Duett A Man Chases A Girl und vermutlich im Chor There's No Business Like Show Business
1954 Schallplattenaufnahme für das Musiklabel RCA Records A Fine Romance, She Acts Like a Woman Should und You'd Be Surprised
1955 Das verflixte 7. Jahr Chopsticks
1956 Bus Stop That Old Black Magic
1957 Der Prinz und die Tänzerin I Found a Dream
1959 Manche mögen’s heiß I Wanna Be Loved by You, I'm Through with Love und Running Wild; es gibt eine Gesangsversion von Some like it hot
1960 Machen wir's in Liebe My Heart Belongs to Daddy, im Duett Incurably Romantic, im Duett Specialization und im Duett Let's Make Love
1962 Geburtstagsfeier von John F. Kennedy im Madison Square Garden Happy Birthday, Mr. President und Thanks for the Memory

 

Marilyn Monroe in Kunst und Kultur

Bereits zu Lebzeiten hatte Marilyn Monroe den Status als Weltstar und Filmstudios brachten Schauspielerinnen wie Diana Dors, Jayne Mansfield oder Mamie van Doren als Konkurrenz auf die Leinwand. Heute noch gilt Monroe als Popikone, Kultfigur und Legende. Sie wurde vom American Film Institute auf Platz 6 der 25 größten weiblichen amerikanischen Filmstars gewählt. Viele berühmte Künstler wie Salvador Dali oder Andy Warhol verwendeten Monroe in ihren Gemälden, wie beispielsweise Warhols Marilyn Diptych. Auch zahlreiche Musiker schrieben Songs über sie. Ein bekanntes Beispiel ist Elton Johns Candle in the Wind. Rockbands wie Marilyn Manson oder Norma Jean verwenden Monroes Namen und Künstlerinnen, wie Madonna, Kylie Minogue, Anna Nicole Smith oder Christina Aguilera kopierten Monroes Look.

Nachfolgend ist eine Auswahl an Hommagen und künstlerischen Arbeiten zu Marilyn Monroe aufgelistet:

Musik [Bearbeiten]

  • Ray Anthony komponierte den Song My Marilyn und sang ihn 1952 für Monroe anlässlich einer Promotion zum Film Niagara.
  • 1973 erschien der Song Candle in the Wind auf Elton Johns Album Goodbye Yellow Brick Road als eine Huldigung an Monroe. Das Lied wurde 1997 zur Beerdigung von Prinzessin Diana neu aufgelegt.
  • 1974 veröffentlichte Hildegard Knef auf der B-Seite ihrer Single Der alte Wolf ein Lied unter dem Titel Und sie hieß Marilyn.
  • 1975 schrieb Cliff Jones das Musical Hey Marilyn über das Leben von Marilyn Monroe, die Hauptrolle spielte Beverly D’Angelo.
  • Eine deutsche Version von Candle in the Wind sang Udo Lindenberg 1979 auf seinem Album Der Detektiv – Rock Revue II. Titel des Liedes: Goodbye, Norma Jean.
  • 1981 schrieb die Horrorpunk-Band Misfits das Lied Who Killed Marilyn? über Marilyn Monroes Tod. Der Name der Band entstand als Anlehnung an Monroes Film Misfits – Nicht gesellschaftsfähig.
  • 1994 schrieb die Band Suede mit dem Lied Heroine auf ihrem Album Dog Man Star album eine Hommage an Monroe.
  • Marilyn Monroe wird in vielen Songs erwähnt, u. a. in Madonnas Vogue, Billy Joels We Didn’t Start the Fire, in The Actor von Robbie Williams oder in Celluloid Heroes von The Kinks.
  • Der Name der Band Norma Jean richtet sich nach Monroes Geburtsnamen.
  • Marilyn Mansons Band- und Künstlername ist eine Kombination aus dem Vornamen von Monroe und dem Nachnamen von Charles Manson.

Spielfilme [Bearbeiten]

Neben zahlreichen Dokumentationen über Monroes Leben, wurden auch einige Spiel- und Fernsehfilme über sie, meist frei nach ihrer Biografie, gedreht.

  • Goodbye, Norma Jean (1976), mit Misty Rowe. Der Film handelt von dem Aufstieg Monroes zum Star
  • Insignificance - Die verflixte Nacht (1985), mit Theresa Russell. Marilyn Monroe trifft Albert Einstein
  • Goodnight, Sweet Marilyn (1989), mit Paula Lane und Misty Rowe. Es werden die letzten Jahre von Monroe gezeigt
  • Calendar Girl (1993), mit Stéphanie Anderson, Jason Priestley und Jerry O’Connell. Zwei Fans versuchen Marilyn Monroe zu treffen
  • Marilyn – Ihr Leben (1996), mit Ashley Judd als Norma Jean und Mira Sorvino als Marilyn. Marilyns Alter Ego Norma Jean gibt Ratschläge zum Lebenswandel
  • The Island (1998), mit Sally Kirkland. Der Film handelt von Monroes Affäre mit John F. Kennedy

Kunst (Auswahl) [Bearbeiten]

  • Willem de Kooning: Marilyn Monroe (Ölmalerei auf Leinwand, 1954)
  • Andy Warhol: Marilyn Diptych (Acrylsiebdruck auf Leinwand, 1962)
  • James Rosenquist: Marilyn Monroe I (Öl und Lackspray auf Leinwand, 1962)
  • Mimmo Rotella: Marilyn Monroe (handcolorierte Dé-coll/age), 1962)
  • Richard Hamilton: My Marilyn (Fotos und Öl auf Leinwand, 1966)
  • Salvador Dali: Mao Monroe (Öl auf Perspex, 1967)
  • Robert Rauschenberg: Test Stone #1 (Lithografiedruck auf Papier, 1967)
  • George Segal: The Film Poster (Papierdruck, 1967)
  • Ray Johnson: Dear Marilyn Monroe (Collage, 1972−1994) und Dear Marilyn Monroe, To Chuck Close (Collage, 1980−1994)
  • Audrey Flack: Marilyn: Golden Girl (Öl auf Acryl, 1978)
  • Richard Serra: Marilyn Monroe–Greta Garbo (Stahl-Skulptur und Lithografie, 1981)
  • Peter Blake: Marilyn Monroe Over a Painting No 1 (Foto auf Gemälde, 1989-1990), Marilyn Monroe Wall No 2 (Assemblage, 1990), MM Red Yellow (Collage, 1990), M for Marilyn Monroe (Screenprint-Siebdruck, 1991) und H.O.M.A.G.E. – JJ MM RR KS (Collage, 1991)
  • Douglas Gordon: As Kurt Cobain, as Andy Warhol, as Myra Hindley, as Marilyn Monroe (Selbstportrait als Farbfotografie, 1996)
  • Barbara Kruger: Not Stupid Enough (beschriftete Schwarzweißfotografie, 1997)
  • Mel Ramos: Peek-a-boo Marilyn (Farblithografie, 2002)
  • Gina Lollobrigida: My Friend Marilyn Monroe (Bronze-Skulptur, 2003)

Marilyn Monroe liebte die Betenden Hände von Albrecht Dürer.

 

 


Der Beitrag über die Schauspielerin "Marilyn Monroe" auf cine-kult.de basiert auf dem Artikel Marilyn Monroe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.